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Dieses Blog-Experiment wurde halbwegs aktiv von Mitte 2006 bis Ende 2010 betrieben.
Von den 300 alten Artikel stelle ich hier aus historischen Gründen noch einige öffentlich (der Rest wandert ins Privatarchiv).

Mon, 11.12.2006
Grubensuche Burgholz 1945

Das Tolle am Internet ist immer wieder, wie einfach und passend doch Menschen, selbst wenn sie sich vorher noch unbekannt waren, dann verknüpfen, wenn nur ähnliche Interessen vorhanden.
Lilo Bhatia schrieb mir auf meinen Artikel Burgholz-Massaker und Burggrafenberg folgende Mail, die ich mit ihrer Erlaubnis gerne veröffentliche:


Hallo, habe Ihre Fotos vom Burgholz bzw. dem ehemaligen Schießstand der Polizei gesehen. In der Nähe des Schießstands wurden die Zwangsarbeiter an einem Massengrab erschossen, das sich nach Zeugenaussagen etwa 200 - 300m "oberhalb" des Schießstandes befand. Ich habe dort selbst nachgesucht und mindestens 10 Stellen gefunden, die so ein ehemaliges Massengrab sein könnten. Es sind Erdaushebungen um eine Vertiefung, rechteckig, Erdwälle an den beiden Längsseiten und eine Erdaushebung/Aufschüttung an einer kurzen Seite, die vierte Seite ist flach und zwar an allen "Gruben" am westlichen Rand. Also sind alle Gruben gleich angelegt. Das legt die Vermutung nahe, dass es noch mehr Exekutionen gegeben hat? oder wozu dienten diese Gruben? Nach Auskunft eines Garten- u. Landschaftsexperten sind diese Gruben nicht älter als 60 Jahre (1945!!!). Da ich "Täterkind" bin, interessiert mich diese Angelegenheit sehr. Übrigens bin ich die Initiatorin der Umbenennung des Weges in "Helena-Matrosova-Weg". Aus eidesstattlichen Aussgen kann ich auch genaue Maße der Grube angeben. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir in dieser Sache ein wenig weiterhelfen könnten.
mfg. Lilo Bhatia


Burggrafenberg, 16.11.2006

Geschichte | Burgholz